Geschichte

Las Vegas wurde Mitte der 1860er Jahre zu einem wichtigen Zwischenstop für Durchreisende von Kalifornien nach New Mexico. Durch die steigende Nachfrage parzellierte die damalige Eisenbahngesellschaft ihren Grund und versteigerte diesen an Spekulanten und Investoren. Auch Siedler begannen sich für das gut mit Wasser versorgte Tal zu interessieren und kauften Grundstücke entlang der Schienenstrecke. Am 15. Mai 1905 war somit die Stadt Las Vegas offiziell gegründet. 

Mit dem Bau des Hoover Damms (1931-1935) und der Legalisierung des Glücksspiels 1931 wuchs die Stadt. Viele der Arbeiter kamen von Boulder City (Stadt am Hoover Dam) nach Las Vegas an die Fremont Street um zu Spielen und Alkohol zu trinken, da dies in Boulder City verboten war. (Das Glücksspiel ist bis heute illegal in Boulder CIty, doch der Verkauf von Alkohol wurde 1969 zugelassen). 

1941 hielt die Armee Einzug in die Stadt und errichtete die bis heute bestehende Nellis Air Force Base. Im gleichen Jahr wurde das erste Casino am Strip eröffnet, das El Rancho Vegas. Die Anlaufstelle um zu spielen blieb jedoch die Fremont Street im heutigen downtown Las Vegas. 

1946 wurde das Hotel und Casino "The Flamingo" am Strip eröffnet und war Grundstein für die Entwicklung von Las Vegas in Richtung Tourismus. Zahlreiche Besucher kamen in der 1950er Jahren nach Las Vegas um die Atombombentests, die in der Wüste Nahe der Stadt ausgeführt wurden, zu sehen.  

Das Glücksspiel lief gut und die Hotels/Casinos waren lukrativ, so begann die Zeit der Cosa Nostra, der amerikanischen Mafia. Sie kontrollierte und baute viele der damaligen Hotels. Gewinne der Casinos wurden abgeschöpft und Geld wurde gewaschen. Das nationale Verbrechersyndikat, das um 1930 in New York City gebildet wurde benannte Las Vegas zu einer offenen Stadt in der nicht nur eine "Familie" das Sagen hatte. Die Mafia lockte schon damals ihre Gäste mit Attraktionen wie Elvis Presley oder dem berühmten Rat Pack (Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr., Joey Bishop & Peter Lawford) 

Doch das Kartenhaus brach in den späten 1970er Jahren zusammen. Illegale Gelder wurden sicher gestellt, korrupte Vorgänge flogen auf und namenhafte Bosse der Cosa Nostra wurden verurteilt. Der Ruf der Stadt war heruntergekommen und der Boom hatte erstmal ein Ende. 

Neuer Aufschwung kam 1989 durch Steve Wynn (heutiger Inhaber des Wynn Hotel und Casino Resort, sowie dem Wynn Encore am Strip) mit der Eröffnung des Mirage Hotel und Casino Resort. Neue, zahlungskräftige Gäste wurden angelockt und das bis heute gängige Business-Modell von "Entertainment" etablierte sich. Das Image der Stadt hat sich von "Sin City" (Stadt der Sünde) zu "City of Entertainment" (Stadt der Unterhaltung) verändert. Es ist nicht nur mehr Glücksspiel, Alkohol oder gar Prostitution wenn man an Las Vegas denk, es ist Unterhaltung, Shows, Spaß, Restaurants, Spass/Erholung und ein Erlebnis für alle Sinne.